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Das Erstaunen der Jünger über die Ansicht des Tempels ist im Kontext der damaligen Wahrnehmung des Heiligtums zu verstehen, wie sie in zeitgenössischen jüdisch-hellenistischen Quellen bezeugt ist. Dabei ist zu beachten, dass die Rede vom Tempel hier im Horizont seiner (aus der Perspektive der Erzählung) zukünftigen Zerstörung steht.
bietet eine besondere Parallele zur Reaktion der Jünger in Mk 13,1 aufgrund ihres Erstaunens, obwohl in Bell 5,222 die strahlende Ansicht des Tempelgebäudes beschrieben wird und nicht die „Steine“ und „Bauten“ an sich. und gehören zur größeren Passage , in der Josephus den Tempel im Zusammenhang seiner Zerstörung beschreibt, was dem Kontext von (vgl. ) nahekommt. richtet den Blick stärker auf die äußeren Bauten und die Steine, wodurch die Passage als besonders passende Parallele zu hervortritt.1Ähnliche Äußerungen finden auch in nichtjüdischen Quellen Erwähnung – so beschreibt Tacitus den Tempel in Hist. 5,8 als Bauwerk von „immenser Pracht“ (immensae opulentiae templum).
hingegen bezieht sich nicht auf die Tempelzerstörung, stellt jedoch ein weiteres Zeugnis zur Wahrnehmung des überwältigenden Glanzes des Tempels aus einer alternativen Perspektive, nämlich derjenigen der Jüdinnen und Juden in der Diaspora, dar.2Philo konnte hier jedoch auch seine eigene Erfahrung eines Besuchs in Jerusalem zur Schilderung nutzen (s. Provid 2,64). Das Motiv der außerordentlichen Pracht des Heiligtums taucht auch in den Rabbinica auf (vgl. Sukka 51b; Klostermann 1950, 132).
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