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Isaak bedeutet „Lachen“ ( צחק / שׂחק ) (Gen 21,6). Auf diese Etymologie spielt Gen 21,9MT an: Der falsche lacht, nämlich Ismael – für Sara Anlass, Hagar und Ismael wegzuschicken. Die LXX macht das Wortspiel nicht mit. Sie spricht vom παίζειν („spielen, scherzen, tanzen, musizieren, Kindisches machen“) Ismaels. Hinzu kommt, dass Ismaels Spiel mit Isaak zu tun hat. Der Terminus wird ansonsten überwiegend neutral verwendet (; ; ). In der nichtjüdischen Gräzität wird aber auch über Ambivalenzen nachgedacht. Plutarch etwa gibt in neutestamentlicher Zeit zu bedenken, es müsse genau überlegt werden, welche „Scherze“ (παιδιαί) einem Symposion zuträglich sind und welche nicht (QuaestConviv 621c). παίζειν kann in Plutarchs Überlegungen auch verletzend und aggressiv sein. Negativ bewertetes Im-Scherz-Sagen kennt auch . Paulus übernimmt in ausgerechnet ein in düsterem Licht gezeichnetes „Scherzen“ oder „Tanzen“ der Israeliten, nämlich um das Goldene Kalb ().
Paulus kann die Wendung [sc. Ismael] παίζοντα μετὰ Ισαακ („scherzte mit Isaak“) also zumindest ambivalent aufgefasst haben – um sie in die klar übergriffiges Verhalten voraussetzende Ausdrucksweise ἐδίωκεν („verfolgte“) zu transformieren. Weiterer (entfernterer) biblischer Anhaltspunkt könnte sein, dass in ; die Hagariten als Feinde Israels verstanden werden. Jub, Philo und Josephus versuchen im Blick auf Gen 21 zu erklären, wie die harsche Reaktion Saras zu Stande gekommen sein könnte. Diese Texte sollen daher im Folgenden besprochen werden.
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