The whole entry is only available to registered users. Login or register for a free account to read it.
Login or register for a free account to read this section.
Login or register for a free account to read this section.
Login or register for a free account to read this section.
Im Erbrecht der hebräischen Bibel bestehen keine terminologischen Berührungen mit Bundes-Begrifflichkeiten. Bekanntlich verwendet die LXX für Letztere das ansonsten für Vertrags- und Testamentsbeziehungen übliche Wort διαθήκη für den spezifisch biblischen ‚Bund‘ Gottes mit seinem Volk (Rösel 2023) – und kennt zusätzlich die gängige juristische Bedeutung (; [textlich schwierig: Becker/Reitemeyer/Fabry 2019]; ; ). Die Rede vom Gottesbund (ברית) ist in den Schriften Qumrans eindrucksvoll vertreten; im profanen Sinn kommt das Wort nur ganz am Rande vor (Strawn 2023; Fabry 2023).
Josephus bezeichnet auffälligerweise den Gottesbund mit Israel mit anderen Ausdrücken als διαθήκη; dafür verwendet er „Verheißung“ (ἐπαγγέλλω / ἐπαγγελία: ;; ;;; Steyn 2023, 326) für Zusagen Gottes an biblische Figuren. Wie auch Paulus () verhält sich Josephus mit Letzterem gegenläufig zum in der frühjüdischen Literatur Üblichen (Conway 2014, 1f). Ansonsten verwendet Josephus διαθήκη im Sinne von „Testament“ und illustriert, dass Erbverfügungen durch den Erblasser geändert werden konnten ().
Bei P.Yadin handelt es sich um eine Art Schenkungsurkunde aus dem Jahr 128 n.Chr., die in der judäischen Wüste gefunden wurde. Juda, Sohn Eleazars, vermacht darin seiner wenige Tage zuvor verheirateten Tochter Shelamzion die Hälfte eines bei En-Gedi gelegenen Grundstücks mit sofortiger Wirkung; die andere Hälfte erhält sie beim Tod ihres Vaters. Die Formulierung, Shelamzion sei „bis in alle Zeit“ (εἰς τὸν ἅπ̣α̣ντα χρόνον̣; Z.23) Eigentümerin, scheint in die Richtung einer Unveränderbarkeitsklausel zu weisen, auf die auch abhebt (Kim 2024, 360f).
teilt mit den Psalmen das Sprachspiel mit dem Stamm τίθημι („stellen“): Eine ‚aufgestellte‘ διαθήκη kann ‚weggestellt‘ werden (; ; Meiser 2022, 160). Im positiven Sinn ist das Wortspiel als figura etymologica (διατίθεσθαι διαθήκην) im Sinne von „ein Testament errichten“ außerjüdisch gut belegt (Rösel 2023, 237).
Philo erwähnt an mehreren Stellen die διαθήκη Gottes mit biblischen Figuren und deutet sie als Zueignung von philosophischer Tugenderziehung (Steyn 2023). Herausgegriffen wird im Folgenden eine Stelle, an der, vergleichbar, die juristische wie die biblisch-theologische Verwendungsweise spielerisch zusammengebracht werden.
Login or register for a free account to read this section.
Login or register for a free account to read this section.