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Josephus kennt erwartungsgemäß das Konzept der Strafe bei Gesetzesübertretungen (; dazu Niebuhr 1987, 39–41), auch lässt seine Nacherzählung der Mosegeschichte die Segen- und Fluchankündigungen nicht unerwähnt; sie scheinen aber keine Bedeutung für eine zeitgenössische jüdische Selbstwahrnehmung zu haben (Waters 2006, 64–66). Dementgegen spielten biblisch präfigurierte Fluch- und Segnungsankündigung im Jachad eine wichtige Rolle, allerdings nicht in einem mit der Aussage von vergleichbaren Sinn (Anderson 2011; Paganini 2021). ruft in seinem paränetischen Teil Segen und Fluch aus Dtn 30–32 auf, um zur Toraobservanz im Sinne der dargelegten Interpretation zu motivieren (Kratz 2020, 92). Zu besteht lediglich eine formale Vergleichbarkeit, keine inhaltliche.
Der Galaterbrief verweist von sich aus auf für die Fragestellung einschlägige Schrifttexte. Zu nennen ist das in eingespielte (und angepasste) Psalmwort: „Und geh nicht ins Gericht mit deinem Knecht, denn vor dir wird kein Lebender gerechtfertigt“ (; vgl. ). Vom Gedanken der Unmöglichkeit des Gerechtseins lässt sich eine inhaltliche Verbindung zum Fluchmotiv in ziehen (Moore 2022). In diese Richtung argumentieren ; 4Esra 7,71–74, die daher im Folgenden (1.) besprochen werden.
nimmt explizit auf () und verbindet die Frage nach dem Ungerecht- bzw. Verfluchtsein des Individuums mit dem kollektiven gottesfernen Zustand des Bundesvolkes. Der Text könnte im Hintergrund des auch prophetisch inspirierten Denkens des Paulus stehen (Grindheim 2007, 558–561; zur möglichen Rezeption von Jes 52f: Namgung 2018). In eine mit dem in Jer 11 Vertretenen vergleichbare Richtung geht die Tierapokalypse des äthiopischen Henochbuches, die daher ebenfalls (2.) zu Wort kommen soll (; ähnlich, aber weniger prägnant, ist Sib 3,265–281).
Schließlich (3.) ist auf das in Praem vorgezeichnete Zukunftsszenario für Israel wie die Völkerwelt einzugehen. Es geht von einer Phase der Gottesferne Israels aus () und ist daher ebenfalls auf Vergleichbarkeit zu zu befragen.
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